Informationen über Meran und Umgebung.
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Dem Wasser nach
In der sonnenreichen und zugleich regenarmen Gegend des Vinschgaus waren die Bauern seit jeher auf zusätzliches Wasser angewiesen um im Obst- und Weinbau erfolgreich arbeiten zu können. Nirgendwo sonst in den Alpen wurden so zahlreiche künstliche Kanäle, die Waale, angelegt wie in dieser Gegend.
Lösung für das zusätzliche Wasser boten die Bergbäche, bzw. das Anzapfen und Umleiten derselben in sogenannte Waale, von denen dann zahlreiche Abzweigungen in die angrenzenden Güter führen. Streng geregelt dabei war die Verteilung des Wassers und wer sich nicht daran hielt, musste mit empfindlichen Strafen rechnen. Um die ständige Wartung der größtenteils offenen Kanäle zu erleichtern, wurden entlang der Waale Wege angelegt. Noch heute laufen auf diese die „Waaler“ und an einigen Stellen gibt es sogar noch die „Waalschellen“, kleine Glöckchen deren Läuten dem Waaler das ständige Fließen des Wassers anzeigte. Heute sind diese Wege ein wichtiger Tourismusfaktor geworden.
Wunderbare Spazierwege durch Weinberge und Obstgärten sind entstanden. Einer der schönsten ist sicherlich der Algunder Waalweg, welcher im Jahre 1333 erstmals erwähnt wurde. Hier spaziert man unter weinumrankten Pergola-Lauben, mit weitem Blick über das vom Ifinger gekrönte Meraner Becken auf dem Hin- und das Vinschgau auf dem Rückweg. Über weite Strecken ist der Waal naturnah angelegt. Das Wasser fließt schnell, das merkt jeder, der zum Beispiel versucht, mit einem schwimmenden Blatt Schritt zu halten. Zudem laden entlang der Wanderung zahlreiche Gastbetriebe zum gemütlichen Verweilen.
Ausgangspunkt dieser einfachen aber langen Wanderung ist der Parkplatz in Töll, unterhalb von Plars. Für den Hin- und Rückweg sind ungefähr 3 Stunden zu rechnen; bis nach Meran 5 Stunden.
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