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Das Ultental
Das Ultental liegt südlich von Meran, an der Westseite des breiten Etschtals. Die Straße von Lana bis zum Weißbrunnsee am Talende misst nur 35 km. Die schmucken Dörfer im Ultental liegen Großteils im Talboden und sind alle nach Heiligen benannt: St. Gertraud, St. Nikolaus, St. Walburg und St. Pankraz. Die Sage erzählt, dass im Tal einst so viele Geister und Teufel ihr Unwesen trieben, dass die Ortschaften himmlischer Schutzmächte bedurften. Die Falschauer entspringt am Weissbrunner Gletscher und plätschert munter bis zu den Weingärten in Lana. Den Wasserreichtum des Tales hat sich der Mensch zunutze gemacht: fünf Stauseen speichern das Wasser und erzeugen pro Jahr ca. 400 Mio. kW Energie. Vor der Schönheit der klaren und türkisblauen Gebirgsseen vergisst man, dass dafür die schönsten Wiesengründe und Gehöfte im Talgrund überflutet und geopfert wurden. Im Zoggler Stausee zum Beispiel, dem größten der Seen, ist ein Teil der Bauernhöfe aus dem 13. Jh. versunken.
Die Höfe des Ultentales sind meist Paarhöfe mit einem unteren Steinsockel für den Stall oder Keller und zwei bis drei aufgesetzten Holzstockwerken. Die teilweise durch leichte Holzwände abgeschirmten offenen Veranden schützen das Erntegut, das dort nachreifen oder trocknen kann.
In der Viehwirtschaft ist die Schafzucht dominant. Wolle, Filzprodukte, Schafkäse und Lammwochen – Sie haben die Qual der Wahl.
Foto. shutterstock
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