Der Südtiroler Apfel im Meraner Land

Äpfel im Meraner LandMeran und Umgebung: die mediterrane Ecke Südtirols. Palmen, Zypressen, Olivenbäume und natürlich Wein- und Obstgärten. Hier, in dieser Ferienregion, liegt der Obstgarten des Landes. Ausgedehnte Apfelplantagen prägen das Erscheinungsbild.

Die Obstgärten entlang der Etsch bilden das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Europas. Lana, die Gemeinde in unmittelbarer Nähe zur Kurstadt Meran, ist die größte Obstanbaugemeinde des Landes Südtirol. Und hier steht auch das Südtiroler Obstbaumuseum, welches einen anschaulichen und interessanten Einblick in das landwirtschaftliche Leben bietet. In etwa einer Stunde erfährt man hier Vieles über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft des Apfels.

Saftig und knackig ist der Südtiroler Apfel. Die warmen Sonnentage geben ihm die richtige Farbe und die richtige Süße, die kühl-kalten Nächte sorgen für das erfrischende Aroma und für das feste knackige Fruchtfleisch. Viele Sorten werden angebaut. Die bekanntesten unter ihnen sind Golden Delicious, Gala, Braeburn, Granny Smith, Pink Lady und Red Delicious.

Zwischen Mitte August und Ende Oktober werden in Südtirol etwa 900.000 Tonnen Äpfel geerntet. An die 100.000 Tonnen allein kommen aus Lana. Rund die Hälfte der Äpfel wird exportiert.
 
Bis es allerdings so weit ist, also bis zur Ernte hin, muss das ganze Jahr über fleißig gearbeitet werden. Im Winter werden die Apfelbäume geschnitten, überschüssige Triebe und abgetragenes Fruchtholz werden entfernt. Und blühen im Frühling die Obstbäume, dann ist der Obstbauer ganz besonders auf der Hut. Denn, droht ein nächtlicher Kälteeinbruch, ist dies gefährlich für die Blüten. Deshalb werden, sinkt die Temperatur unter den Gefrierpunkt, die Frostschutzberegnungen eingeschaltet und die Blüten werden für die Nacht vorsorglich geeist. Das Wasser gefriert und die dadurch frei gesetzte Gefrierwärme schützt die empfindliche Blüte vor Unterkühlung. Langsam, in der Sonne des neuen Tages, tauen die Blüten wieder auf - unversehrt. Im Sommer werden viele Stunden damit verbracht, die überzähligen Früchte von Hand zu entfernen, damit sich die restlichen Äpfel bestmöglich entwickeln können. Im August ist es dann soweit und die ersten Sorten können geerntet werden. Bis Ende Oktober / Anfang November wird gepflückt - je nach Apfelsorte.

Um die Ernte stets frisch zu halten, werden die Äpfel in modernen Kühlzellen bei einer Temperatur von 1-3 Grad gelagert. So kann diese Obstsorte das ganze Jahr über knackfrisch genossen werden.

Übrigens: exportiert wird der Apfel bereits seit dem 16. Jahrhundert. Damals brachten Kuriere die alpin-mediterranen Äpfel an die österreichischen und russischen Höfe.

Und noch ein interessantes Detail am Rande: eine eigene Kosmetiklinie, die besonders hautverträglich ist, und auf Basis des Südtiroler Apfel entwickelt wurde, hat die Therme Meran heraus gegeben: ein natürliches Anti-Aging-Mittel.

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