Traubenkur Meraner Traube

Meraner TraubeTrinkkuren waren bereits Anfang des 19. Jh. verbreitet, darunter auch die Traubenkur in Meran. Das milde Klima Merans, das Ärzte bereits damals in höchsten Tönen lobten, war ausschlaggebend dafür, dass der Trend zur Traubenkur bei den Kurgästen schnell einschlug. Und noch heute erfreut sie sich großer Beliebtheit.

Dünn ist die Schale, weich und saftig das Fruchtfleisch der Meraner Kurtraube: die Großvernatsch-Traube. Die Anwendung selbst verspricht blutreinigend zu sein und entgiftend zu wirken. Die Kurtraube enthält Mineralsalze in Form von Phosphaten, Vitamin A, C und B2 sowie verschiedene Enzyme und Fermente. Somit ist sie ein wunderbares Elixier das bei Erkrankungen des Verdauungstraktes, bei Herz- und Kreislauferkrankungen, bei Leber- und Nierenleiden und auch bei Stoffwechselstörungen hilft. Allerdings, heute wie damals, darf eine solche Kur nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

Rund ein Kilo Großvernatsch Trauben täglich, auf zwei Mahlzeiten verteilt, soll man bei der Traubenkur essen. Morgens auf nüchternem Magen, und abends vor einem kleinen Abendessen. Die Trauben sollen langsam gegessen werden, die Schale gut gekaut und dann ausgespuckt werden. Gerade in der Schale sind viele Vitamine und Salze enthalten. Die Kur sollte sich über ein bis zwei Wochen erstrecken und mit ausgedehnten Spaziergängen verbunden sein. Früher gab man den Kurgästen sogar noch eine Papiertüte mit auf den Weg für die Traubenschalen.

Im Herbst wird entlang der Promenaden gepresster Traubensaft aus Kurtrauben angeboten. Schmeckt vorzüglich, aber natürlich hat der Saft nicht dieselbe Wirkung wie die frischen Trauben.

In der Therme Meran allerdings gibt es sowohl Traubenprodukte als auch Traubenkuren. Letztere werden unter Fachaufsicht angeboten. Und wer dann noch Gesundheit kombinieren möchte mit einem wahren Augen- und Ohrenschmaus, der sollte am besten beim Traubenfest, das alljährlich am 3. Wochenende im Oktober in der Kurstadt stattfindet, dabei sein.

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