Das Haflinger Galopprennen in Meran

Haflinger Galopprennen im Meraner Land Wann:
Ostermontag, 22.04.2019

Es ist jedes Jahr ein schönes Ereignis für große und kleine Besucher: das Haflinger Galopprennen, welches jährlich am Ostermontag in Meran stattfindet. Das Galopprennen existiert seit über 100 Jahren und zählt zu den sportlichen und folkloristischen Höhepunkten der Kurstadt.

Alle Jahre wieder wird das Haflinger Galopprennen am Ostermontag auf dem Pferderennplatz Mais AG in Untermais ausgetragen. Seit Jahren ist der Tagesablauf unverändert: Am späten Vormittag findet ein folkloristischer Umzug statt, mit den Haflingerpferden, mit Musikkapellen und Festwägen, die von der Altstadt der Feriengemeinde Meran in Richtung Pferderennplatz ziehen.

Um 13.00 Uhr beginnen dort dann die ersten Vorläufe. Und zwischen den Rennen, die im Halbstundentakt durchgeführt werden, gibt es für die Zuschauer immer wieder schöne folkloristische Einlagen. Übrigens: Auch die eine oder andere regionale Spezialität gilt es zu kosten - die Stände im Parterre des Pferderennplatzes bieten Ihnen und Ihren Liebsten ein reichhaltiges Angebot.

Geschichte der Haflingerrennen in Meran

Das „Erste Meraner Pferdewettrennen“ wurde im Jahre 1896 anlässlich des Tiroler National-Festes auf der Meranerhof-Wiese ausgetragen. Startberechtigt waren dabei nur Haflinger Pferde aus bäuerlichem Besitz und die Reiter mussten ihre Heimattracht tragen. Damals gingen, in zwei Abteilungen, 23 Pferde an den Start. Die Siegprämie von 100 Gulden ging an Mathias Zöggeler.

Im Jahre 1900 wurde eine kleine Pferderennbahn in der Piavestraße gebaut. Von nun an wurden jeweils am Ostermontag oder am Sonntag nach Ostern Rennen ausgetragen, vereinzelt auch im Herbst. 1910 wurden die Haflingerrennen verboten, vom kaiserlichen Ministerium. Als Grund wurde angegeben, dass sich diese Pferde nicht für Rennen eignen und die Wettstreite der Zucht schaden würden. Erst im Jahre 1921 wurden die Haflinger Galopprennen wieder aufgenommen.

Unterdrückung zur Zeit des Faschismus

Die Italienisierung ging aber auch an dieser Veranstaltung nicht vorbei. Das Tragen der Tracht wurde verboten und die Pferde erhielten alle italienische Namen und junge italienische Jockeys. Erneut unterbrochen wurden die Rennen durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges. 1946 ging es dann mit dem ersten Ostermontagrennen, organisiert von der Meraner Kurverwaltung, weiter. Und bereits zwei Jahre später, anlässlich des Traubenfestes im Oktober, war dann die große Rennbahn in der Gampenstraße Austragungsort des Herbstrennens für Haflinger.

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