St. Hippolyt Kirche im Meraner Land

St. Hippolyt Kirche im Meraner LandGelegen auf einem landschaftlich einmaligen Basaltbühel oberhalb von Lana, zählt das malerische St. Hippolyt Kirchlein zu den bekanntesten Kunstdenkmälern in Südtirol. Hier, am jahrtausendealten Siedlungsplatz genießen Besucher einen wunderbaren Ausblick.

Die Kirche, die dem Heiligen Hippolyt geweiht ist, findet erste Erwähnungen bereits im 12. Jahrhundert. Allerdings gibt es Hinweise, dass genau an dieser Stelle schon viel früher eine Kirche erbaut wurde. Der Kirchenhügel von St. Hippolyt gehört zu den bekanntesten und bislang am besten erforschten prähistorischen Siedlungsplätzen landesweit. Zahlreiche Funde aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit belegen, dass es sich beim Hügel um eine jahrtausendealte Siedlungsstelle handelt. Weitere Spuren neolithischer Brandstätten verraten sogar, dass der Platz schon lange vor Beginn des Christentums als heidnischer Opferplatz diente.

Die Entstehung des Gotteshauses wird auf das Jahr 1288 datiert, es ist jedoch anzunehmen, dass die Kirche schon viel früher entstanden ist, worauf das Patrozinium des römischen Soldatenheiligen Hippolytus hinweist. In den vergangen Jahren ist das Kirchlein aufwendig saniert worden, ebenso wurde das Messnerhaus wieder in Stand gesetzt. Aufgrund der Nähe zur Pfarrkirche von Tisens verfügte St. Hippolyt nie über einen eigenen Geistlichen, jedoch stets über eine Messner. Zur wichtigsten Aufgabe des dortigen Messners gehörte das Wetterläuten. Durch die äußert exponierte Lage der Kirche war das Wetterläuten manchmal jedoch recht gefährlich, wovon auch die sechs Todesfälle zeugen, von denen man im Sterbebuch der Pfarre liest.

Im Inneren der Kirche befindet sich sowohl romanischer, als auch gotischer Baubestand. Hier erklingt übrigens auch die älteste Glocke (1556) der Pfarrei. Der schmucke Altar und die schöne Kanzel sind im 17. Jahrhundert entstanden.

Der Kirchenhügel von St. Hippolyt befindet sich auf rund 758 m Meereshöhe und wird, dank der großartigen Aussicht, als "Königsloge des Burggrafenamtes" bezeichnet. Von hier aus kann man rund 20 Ortschaften und sogar 40 Schlösser und Ruinen erblicken. Das Kirchlein erreicht man am besten über den gemütlichen Wanderweg von Völlan, aber auch von Naraun und Lana aus.

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