St. Vigilius Kirche im Meraner Land

St. Vigilius Kirche in der Ferienregion Meraner LandEine der höchstgelegenen Kirchen des Landes befindet sich auf dem Hausberg von Lana, auf dem Vigiljoch. Das St. Vigilus Kirchlein auf 1793 m ü.d.M. wurde ca. im 12 Jahrhundert erbaut und wird auch heute noch von den Einheimischen liebevoll als „Wetterkirche“ bezeichnet.

Errichtet wurde das schmucke Kirchlein vermutlich auf einem heidnischen Kultplatz. Wertvolle Funde aus der Bronzezeit wie Feuersteine oder Schalensteine belegen, dass schon vor vielen Generationen die Menschen diesem Ort eine besondere Bedeutung zugeschrieben haben. Von diesen besonderen Kräften zeugen auch die Heilwasserquellen des in der Nähe befindlichen Bärenbades.

Das Vigiliuskirchlein findet im 12. Jahrhundert erstmals eine urkundliche Erwähnung. Ursprünglich wurde die Kirche mit einer hölzernen Flachdecke bedeckt. Das Gemäuer des Langhauses stammt noch aus der frühromanischen Epoche. Der Chor, der im gotischen Stil erbaut wurde, verfügt über ein schmuckes Rippengewölbe. Der Glockenturm wurde vermutlich erst später hinzugefügt. Eindrucksvoll und ein wahrer Kunstschatz ist der Freskenzyklus im Inneren der Kirche, der aus dem 14. Jahrhundert stammt und die zwölf Apostel und eine Kreuzigungsgruppe darstellt. Über dem Altar befindet sich ein Kreuz sowie ein barockes Gemälde des Heiligen Vigilius. Die Figuren neben dem Kruzifix stellen den Heiligen Vigilius sowie den Apostel Jakobus dar.

Die schöne Kirche in der Gemeinde Lana wird auch heute noch von der einheimischen Bevölkerung als „Wetterkirche“ bezeichnet. Schon seit vielen Generationen unternehmen die Gläubigen Bittgänge zur Kirche am Vigiljoch, um dafür zu bitten, Unwetter, Hagel, Blitzschlag und Donner von der Bevölkerung abzuhalten. Der traditionelle Kirchtag im Juni wird auch heute noch mit einer Bergmesse, Konzerten, Tänzen und Feierlichkeiten am Vigiljoch begangen.

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