Das Erlebnisbergwerk Schneeberg

Erlebnisbergwerk Schneeberg in der Ferienregion Meraner LandSchneeberg ist nicht, wie es der Name selbst eigentlich vermuten lässt, ein Berg, sondern das gesamte Bergbaugebiet, das Knappendorf „St. Martin“, mit der Schutzhütte und dem Erlebnisbergwerk im Passeiertal auf 2.355 m Meereshöhe.

Das Bergwerk Schneeberg ist das höchstgelegenste Bergwerk Europas wo Feinsilber, Zinkblende und weitere Erze abgebaut wurden, die hier in den Gängen zwischen 2.000 und 2.500 m Höhe vorkommen. Diese Gänge ziehen sich zwischen dem Ridnauntal und dem Passeiertal über mehrere Kilometer dahin.

Hier wird seit dem frühen Mittelalter abgebaut. Das Silber wurde vor allem für die Münzprägung der Tiroler Grafen verwendet. Mit dem Vordringen des Silbers aber aus den Habsburgerkolonien in Amerika, verlor der Abbau an Bedeutung. Im Jahre 1871 begann man dann mit dem Abbau von Zinkblende. Dafür war es notwendig das Bergwerk auszubauen, Zufahrtswege und Abbau- sowie Aufbereitungsanlagen zu errichten und auch neue Stollen zu bohren. Die damals errichtete Erz-Übertage-Förderanlage auf Schienen war die größte der damaligen Zeit und ist auch heute noch recht gut erhalten. Im Jahre 1925 wurde eine Materialseilbahn gebaut. So konnte man die Erzaufbereitung komplett ins Tal verlagern. Folge daraus war aber, dass die alte Knappensiedlung St. Martin am Schneeberg, die vorher jahrhundertelang ganzjährig bewohnt gewesen war, weitgehend aufgegeben wurde. Die vorhandenen Bauten allerdings wurden nicht abgetragen.

Nur zu Fuß erreicht man das Knappendorf am Schneeberg, in etwa zwei Stunden von der Timmelsjochstraße aus. Nachdem der Abbau erst vor relativ kurzer Zeit eingestellt wurde, sieht man hier oben bei der Besichtigung Stollen, Knappenhaus, Förderlinien und Aufarbeitungsanlagen die bestens erhalten sind. Nicht umsonst ist das Erlebnisbergwerk, mit seiner 800jährigen Bergbaugeschichte ein sehr beliebtes Ausflugsziel wenn man in der Feriengemeinde Meraner Land bzw. in der Gemeinde Moos seinen Urlaub verbringt. Heute sind noch 7 km der insgesamt mehr als 130 km Stollen und Schächte mittels Führung begehbar. Nahe der Schutzhütte Schneeberg selbst befindet sich auch ein Schauraum. Interessant ist vor allem auch der dreiteilige Lehrpfad mit Informationstafeln und natürlich die zweistündige oder nach Wahl auch die ganztägige Stollenführung. Und wer besonders gerne wandert der sollte den im Jahre 2005 neu errichteten Erlebnispfad, der in 3 Abschnitte gegliedert ist, unbedingt gehen und dabei mittels der 34 Informationspunkte mit Schautafeln viel über das Bergwerk und das dortige Leben erfahren.

Kontakt:

Erlebnisbergwerk Schneeberg Passeier
Schutzhütte Schneeberg
Rabenstein 42/43
I-39013 Moos in Passeier
Tel. +39 0473 647045
Tel. +39 0473 656306 (außer Saison)
www.schneeberg.org
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