Das Jüdische Museum in Meran

Jüdisches Museum und SynagogeAn der Entdeckung des Meraner Wassers und seiner heilenden Kräfte waren vor allem auch jüdische Ärzte beteiligt. Genauso waren sie dabei als die Traubenkur den Meraner Gästen zum ersten Mal angeboten wurde. Es war dies gegen Ende des 19. Jahrhunderts.

Damals, Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 30er Jahre hinein, war die jüdische Gemeinde in Meran besonders aktiv. Verschiedene Bauwerke wurden errichtet wie zum Beispiel der jüdische Friedhof im Jahre 1871 oder im Jahre 1893 das Sanatorium für an Tuberkulose erkrankte Juden. Dieses Sanatorium, die Villa Steiner des Franz Ferdinand Quai, war bald schon zu klein und im Jahre 1909 eröffnete man, finanziert durch zahlreiche Spenden, ein neues modernes Sanatorium mit, für die damalige Zeit eine Seltenheit, fließend Warm- und Kaltwasser in den Bädern. Auch das „Stefanie“ in der Cavourstraße war eines der ersten Sanatorien. Es wurde um 1890 erbaut und war spezialisiert auf innere Krankheiten.

Wesentlich zum Aufbau der jüdischen Kultusgemeinde Meran hat der Arzt Raphael Hausmann beigetragen. Ursprünglich kam er nur auf Erholung hier her, bald schon aber lebte er ganz dort. Er war es auch der die Traubenkur, welche von Dr. Huber im Jahre 1837 entdeckt wurde, weiter entwickelte.

Mit der Tätigkeit der jüdischen Kultusgemeinde wuchs auch der jüdische Tourismus, zahlreiche Hotels entstanden und das Ansehen von Meran als internationale Kurstadt und als Kulturgemeinde wuchs. Nicht umsonst finden sich sehr klingende Namen unter Merans Kurgästen: Stefan Zweig, Franz Kafka, Arthur Schnitzler, Sigmund Freud und natürlich die Familie des Habsburgischen Kaiserhofes.

Im Jahre 1901 entstand die Synagoge. Der Bau zur Synagoge wurde im Jahre 1899 bekannt gegeben, projektiert von den Architekten Musch & Lun. Am 27. März 1901 wurde die Synagoge dann feierlich eröffnet. Dort befindet sich auch heute noch das Jüdische Museum, welches anhand von Dokumente und Kultusobjekten von den Anfängen der jüdischen Kultusgemeinde in Meran erzählt.

Kontakt:

Jüdisches Museum und Synagoge
Schillerstraße 14
I-39012 Meran
Tel. +39 0473 236127
Fax +39 0473 206210
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