Der Naturpark Texelgruppe

Naturpark TexelgruppeNordwestlich von Meran wurde im Jahre 1976 von der Südtiroler Landesregierung die Texelgruppe, welche nur durch einen schmalen Gebirgsstreifen am Eisjöchl mit den Ötztaler Alpen verbunden ist, zum Naturpark erklärt. Fast ganzjährig weiß leuchtet die Texelspitze oberhalb von Meran.

Der Naturpark Texelgruppe verteilt sich auf die Gemeinden Schnals, Algund, Naturns, Partschins, Tirol, Riffian, St. Martin und Moos in Passeier. Auf seiner Fläche von 33.400 ha und seinem Höhenunterschied von knapp 3.000 m durchläuft der Naturpark alle Vegetationsschichten, von Weinbergen bis hin zur Schneeschmelze. Dies macht ihn, unter anderem den größten Naturpark Südtirols, zu einem einzigartigen lebenden Museum alpiner Lebensräume.

Kennzeichnend für das Schutzgebiet ist vor allem der Wasserreichtum, der in beeindruckenden Wasserfällen, wie dem Partschinser Wasserfall oder auch in der hochalpinen Spronser Seenplatte offenkundig wird. Letztere ist durch die Seilbahn zu den Muthöfen leicht zu erreichen und ist wohl der am häufigsten besuchte Teil des Naturparks. Ebenso populär ist der „Meraner Höhenweg“, der in etwa 5-6 Tagen rund um die Texelgruppe führt. Ein sehr interessantes Gebiet im Naturpark Texelgruppe ist aber auch das Pfossental, ein Nebental des Schnalstals. Dort befindet sich neben anderen Wildtieren wie Gams und Steinadler auch eine Steinbockkolonie.

Die südlichen Hänge des Vinschgauer Sonnenbergs sind durch die starke Sonneneinstrahlung und der extremen Trockenheit gekennzeichnet und dadurch zu einem idealen Terrain für wärmeliebende Pflanzenarten und auch Tiere geworden. So finden sich hier Wacholderbüsche und Sträucher genauso wie die Smaragdeidechse und Insekten wie die Gottesanbeterin oder die Sperbergrasmücke.

Ausblick beim Wandern im Naturpark TexelgruppePanorama Naturpark TexelgruppeWandern rund um die Texelgruppe

Laubmischwälder und Föhrenbestände wachsen auf den Südhängen der Texelgruppe, bis auf etwa 1.000 Höhenmeter. In den feuchteren Standorten wachsen Buchen und Weißtannen, in den trockeneren Kastanien, Eschen, Birken, Feld- und Bergahorne. In den felsigen Hängen des Schnalstals finden sich vor allem Lärchenwälder, nicht umsonst wird das Schnalstal auch als das „Lärchental Südtirols“ bezeichnet. Weniger steil sind die Hänge im Passeiertal und im Pfelderertal und auch weniger sonnig gelegen. Fichtenwälder, mit einzelnen Lärchen durchsetzt, wachsen bis auf etwa 1.900 m. Oberhalb der Waldgrenze erstrecken sich meist ausgedehnte Rasengesellschaften, die oft als alpine Weiden genutzt werden. Hier stoßen Wanderer oft auch auf das Murmeltier, hauptsächlich auf dem Weg vom „Vorderkaser“ zum „Eishof“, mit ein wenig Glück auch auf das Hermelin oder den Schneehasen.

Wie alle anderen Schutzgebiete in Südtirol, besitzt auch dieser Naturpark ein Informationszentrum, das Naturparkhaus Texelgruppe in Naturns. Dieses zeigt in beeindruckender Art und Weise die Gegensätze und die Mannigfaltigkeit der Lebensräume im Naturpark auf. Ein weiteres Informationszentrum zum Naturpark befindet sich in Moos in Passeier. Das dortige „Bunker Mooseum“ hat vor allem die Entstehung der Natur- und Kulturlandschaften im Passeiertal zum Thema.

Während eines Urlaubs in der Ferienregion Meraner Land, in einer der zahlreichen gemütlichen Unterkünfte, sei Ihnen eine geführte Naturerlebniswanderung im Naturpark Texelgruppe wärmstens empfohlen. Diese Wanderungen finden vom Frühjahr bis in den Herbst hinein statt und werden von ausgebildeten Naturparkwanderführer- und wanderführerinnen begleitet.

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