Die Ultner Urlärchen im Meraner Land

Ultner Urlärchen im MeranerlandUrig, unverfälscht: die Rede ist vom Ultental, eines der ursprünglichsten Täler Südtirols. Malerische Bauernhöfe mit traditionellen Schindeldächern prägen die Idylle des Tales. Besonders sehenswert sind aber die eindrucksvollen Ultner Urlärchen bei St. Gertraud, die über 2.000 Jahre alt sind.

Ab Lana ist das Ultental in einer knappen halben Autostunde erreichbar. Entlang der Strecke, bis hin zum Talschluss, trifft man auf die für das Tal so charakteristischen Ultner Paarhöfe mit ihrer typischen Blockbauweise. Und dort, nahe St. Gertraud, stehen auch einige mächtige, uralte Baumriesen: die Ultner Urlärchen.

Diese Ultner Urlärchen, mit einem Alter von rund 2.000 Jahren und einem Stammumfang von 6 bzw. 8 m sind in einer nur 10-minütigen Wanderung über die Zufahrt zu den Lahnerhöfen bequem zu erreichen.

Überhaupt finden sich in den Wäldern des Ultentals vor allem Lärchen, und auch Zirben. Die meisten dieser Wälder liegen in Steillagen in größeren Höhen. Dort, wo sie leicht zu erreichen waren, sind sie hauptsächlich der Nachfrage nach Lärchen- und Zirbenholz zum Opfer gefallen. Viele dieser erhaltenen Lärchen sind alt, aber nur wenige sind so alt wie die drei Ultner Urlärchen, die sich in einem Bannwald ganz in der Nähe von St. Gertraud befinden, auf 1.430 m Meereshöhe. Das Alter der Urlärchen wird mit mehr als 2.000 Jahre geschätzt. Geschätzt deshalb, weil eine im Jahre 1930 umgestürzte Urlärche mehr als 2.000 Jahresringe aufwies. Die höchste der Ultner Urlärchen ist 36,5 m hoch, der größte Stammumfang dieser Lärchen beträgt stolze 8,34 m. Und wahrscheinlich sind die Ultner Urlärchen auch die ältesten Lebewesen Europas. Alle Jahre im Frühjahr treiben die vom Wind und Wetter gekennzeichneten Urlärchen auch noch im zarten Grün und zeugen so vom immensen Überlebenswillen der Natur.

Seit dem Jahre 2002 gibt eine dreisprachige Schautafel direkt beim Naturdenkmal Informationen zu den Ur-Lärchen und eine Sitzgruppe lädt ein zum gemütlichen Verweilen und zum Bestaunen dieses Naturphänomens.

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